Im November 2025 war ich mit dem Aufnahmegerät im Schaaren unterwegs. Die grösste Überraschung: Man hört den Rhein kaum.
30.10.25
Keine Vorlesestimme
Thomas regte an, eine Version mit Text einer Version nur mit Bild und Audio gegenüberzustellen. Doch mit vorgelesenem Text hadere ich: Audio zwingt zu einem linearen Ablauf, man kann nicht sinnvoll darin scrubben, ohne den Flow zu verlieren. Soundeffekte hingegen kann ich mir gut vorstellen. Die Tonebene löse ich über Atmosphäre und Geräusche.
06.11.25
Aufnahmen im Schaaren
Das Wasser fliesst fast lautlos. Nur dort, wo es sich an Hindernissen staut, gluckert es leise. Den Ambi-Sound kann ich trotzdem gut nutzen – im Scrollytelling setze ich ihn bewusst etwas lauter ein, als es der Realität entspricht. Zugunsten der Atmosphäre.
Recherche
Unterwegs im Schaaren: Neben Fotos entstanden Tonaufnahmen vom Rhein.
07.11.25
Vögel, Wind und Schritte
Neben der Aussen-Atmo mit Vogelstimmen, Wind und Fluss baute ich Schritte ein. Sie erklingen nur in bestimmten Bereichen und wiederholen sich in einem festen Abstand. Das verstärkt das Gefühl von Bewegung und Präsenz, ohne zu dominant zu sein.
Endstand
Blick aus dem Wachturm: draussen Rhein, Wind und Vögel.
14.12.25
Ein Turm voller Geräusche
Nach und nach kamen weitere Klänge dazu: Feuerknistern, Schnarchen, Gespräche am Stammtisch, Schritte auf der Holzleiter. One-Shots wie Schwert nehmen, Schild nehmen oder Tür öffnen sind an bestimmte Momente gekoppelt. Nach einem User-Test behob ich zwei Fehler: Die One-Shots erklangen beim Zurückscrollen nicht erneut, und die Stimmen am Tisch waren noch zu laut, obwohl man schon in der Tür stand.
Endstand
Die Wachstube im ersten Stock – hier ist es am lautesten.