377 n. Chr. schützen römische Soldaten die Grenze am Rhein. Einer von ihnen ist Gaius – und du siehst die Welt durch seine Augen.
Wo und wann sind wir? Eine Karte führt vom Römischen Reich bis zu den Wachtürmen im Schaaren.
Anschauen →Gaius erwacht erschöpft von der Nachtwache. Optio Flavius schickt ihn und Arbogast zum Entladen an den Steg. Doch Arbogast wirkt seltsam abwesend.
Anschauen →Am Rhein vertraut sich Arbogast seinem Freund an: Seine alamannischen Verwandten jenseits des Flusses sind in Not.
Das Versorgungsschiff aus Tasgetium legt an. Im Turmkeller erfährt Gaius, was Arbogast wirklich bedrückt.
Auf dem Weg zum nächsten Turm ist der Rhein ruhig – die Stimmung nicht. Am Ende bleibt eine Frage an dich: Was würdest du tun?
Eine interaktive Karte spult durch die Jahrhunderte und zeigt den Schaaren als Grenzort – von den Römern bis zum Zweiten Weltkrieg.
Junger Rekrut und Sohn eines Veteranen. Er träumt vom Ruhm auf dem Schlachtfeld und ist im stinklangweiligen Wachdienst gelandet. Du erlebst die Geschichte aus seiner Sicht.
Gaius ' bester Freund. Sie sind im selben Vicus aufgewachsen. Arbogasts Eltern waren Alamannen. Sein Vater erhielt nach dem Dienst im römischen Militär ein Stück Land in der Provinz Maxima Sequanorum.
Der strenge Vorgesetzte im Turm. Ursprünglich stammt er aus dem Süden des Reichs. Von dem sumpfigen Ödland oder den Barbaren aus dem Norden hält er nicht besonders viel.
Im Naturschutzgebiet Schaaren bei Diessenhofen, im äussersten Zipfel des Kantons Thurgau, fanden Archäolog:innen die Fundamente von vier spätrömischen Wachtürmen. Um 370 n. Chr. erbaut, verstärkten sie die Grenze des Römischen Reichs. Im Gelände ist heute nichts mehr davon zu sehen.
Der Schaaren blieb über Jahrhunderte ein Grenzort: 1799 errichteten österreichische Truppen hier Schanzen, im Zweiten Weltkrieg baute die Schweizer Armee Bunker. Spuren davon findest du auf dem archäologisch-historischen Lehrpfad des Vereins Rheinkastell.
Gaius, Arbogast und Flavius sind fiktiv. Schauplatz, Ausrüstung, Alltag und Zeitgeschehen folgen dem aktuellen Forschungsstand. PD Dr. habil. Urs Leuzinger vom Amt für Archäologie Thurgau begleitet das Projekt fachlich und prüft die Inhalte.
Prolog und Szene 1 an der Diplomausstellung der ZHdK
Szene 2 – Warten am Steg
Szene 3 – Fracht ausladen
Szene 4 und Epilog
Ausstellung im Museum für Archäologie Thurgau
Vortrag «Archäologische Delikatessen»
Weder Game noch Film, sondern etwas dazwischen: Die Geschichte entfaltet sich, während du scrollst.
Du scrollst selbst und bestimmst, wie schnell es weitergeht.
3D-Szenen, kurze Texte und Geräusche aus dem Wachturm wirken zusammen.
Auf dem Smartphone, am Computer – und vor Ort im Schaaren.
Multimedia-Produzentin mit Master in Design, Knowledge Visualization (ZHdK).
Sie setzt Riparienses Milites selbst um – von der Geschichte über die 3D-Welt bis zur Programmierung. Das Projekt entstand als Masterarbeit und wurde für den Förderpreis Design nominiert.